Väterchen Frost und der Rasen – Winterweisheiten aus Berlin
Es grünt nicht grün, wenn eisig' Lüfte zieh'n
Familie Flachmann (der Name ist Programm, wie wir später noch merken werden) spielt für ihr Leben gerne Tabu.
Für alle Nicht-Kenner: Auf einer Karte steht ein zu erratendes Wort, zum Beispiel „Langfinger“, und die Begriffe „Verbrecher, stehlen, Hand, kurz“. Nichts davon darf genannt werden. Auch nicht „Finger“. Und schon gar nicht „lang“.
Einer ist der Erklär-Bär, ein anderer bewacht ebendiesen wie ein Schießhund und freut sich diebisch, wenn dabei ein verbotenes Wort fällt. Weil er auf eine nervtötende Quietschequetschepuppe drücken darf. Was er mit hochgradig gespitzten Öhrchen, schadenfrohem Grinsen und wiederholtem Nachdruck auch tut.
Währenddessen orakelt der Rest der Bande in aller Seelenruhe und völlig unbeeindruckt weiter, was mit „Es ist ein krimineller Daumen“ gemeint sein könnte.
Für den heutigen Abend hat sich Onkel Michael, der nicht dabei sein kann, weil er sich derzeit in den USA befindet (was er vorher in illustrer Runde mit den Worten „De Ankel Maikl macht mal einen Trrip nach Ämeärrika“ angekündigt hat), etwas ganz Besonderes ausgedacht: Alle Begriffe gehören zu einem bestimmten Thema. Wir sind gespannt, ob Sie darauf kommen.
Hier nun ein Auszug aus der feucht-fröhlichen Runde (wir erinnern an den Familiennamen und weisen darauf hin, dass das einzige Kind nur fröhlich dabei war – im Gegensatz zum Rest … hicks):
Der Opi durfte beginnen: „Was ist das Gegenteil von ,Mutter’?“
Der technik-affine Sohn pariert sofort: „Schraube!“
Der Stammesälteste zieht eine Augenbraue gekonnt steil nach oben: „Du nu wieder. Denk doch mal familiär.“
„Schreckschraube?“, fragt der Filius angeheitert und erntet damit einen bitterbösen Blick der Oma, die pikiert – also alles andere als karo-iert und schon gar nicht herz-iert; eher noch kreuz-iert, wenn wir an Jesus denken – kontert: „Ich bin deine Mutter! Keine Ahnung, womit ich das verdient habe. Liegt wahr-scheinlich am Erzeuger.“
Der „Erzeuger“ fragt unschuldig nach: „Wieso? Welchen Stromanbieter hatten wir denn damals?“
Jetzt geht der 14-jährige Enkel dazwischen: „Mann, mann, mann … Leute! Ist doch nicht so schwer: Opi ist der ??? von Papi. Und Papi ist mein ???
„Ich hab's: Vater. Vater! Vaaater!“, brüllt die Tochter schließlich nach einer kleinen Bedenkzeit von 2,5 Minuten enthusiastisch und sichtlich stolz auf sich.
Dieser sackt erleichtert zusammen, um dann abwechselnd die Karte und alle anderen reglos zu fixieren. Bis der Sohn anmerkt: „Daddy, wir spielen Tabu, nicht Poker.“ Wie auf Knopfdruck kehrt Leben in den Angesprochenen zurück, und er sprüht feurig heraus: „Ja, ja, ja! Richtig! Und jetzt noch in Klein!“
Ein grübelndes Schweigen begann den Clan zu umwölken. Aber dann, dann traf den Filius aus heiter-stem Himmel die entscheidende, blitzartige Erkenntnis, und er platzte siegesgewiss heraus: „Liliputva-ter!!!“
Entrüstetes Kollektiv-Schnauben.
Der Erklärbär sucht erst mal nach dem Geduldsfaden, den er verloren hat, um dann erfolglos ohne diesen weiterzumachen, indem er mit erhobenem Kopf runterleiert (jedes spannungsarme Gummi hätte sich ausgesprochen aufgehoben bei ihm gefühlt): „Es gibt das normale Brot und die Verkleine-rung, es gibt die Katze und in Miniform das …….., da wäre noch das schöne, große Haus und das nied-liche …….. und …“
Jäh wird er von seiner Göttergattin (wobei sie immer noch nicht weiß, was die Götter sie eigentlich dazu veranlasst hat, das … aber wir schweifen ab) unterbrochen: „Vaterchen!!!, Stimmt doch, oder?“
Ihr Göttergatte (wobei …) murmelt ermattet: „Klar. Logisch, ist ja auch das Brotchen, das Katzchen, das Hauschen …“
Da hilft der Enkel ihm aus der Patsche: „Och Opi, nun sei doch mal flexibel, schließlich gibt es ja auch die Magd und das Mädchen. Darüber wollte ich schon immer mit euch sprechen, ist doch ganz schön diskriminierend, oder? Aber wie auch immer, hier mein Angebot: 'Väterchen'!
Sein Großvater beginnt zu strahlen wie eine nagelneue 800-Watt-Glühbirne: „Exakt, mein Kind, exakt!!! Aber leider, leider brauchen wir nun noch ein zweites Wort: Im Sommer ist es heiß, im Winter gibt es …?“
Die Reaktion (wenn wir mal davon absehen, dass da ein Stimmbruch zu verzeichnen ist) folgt prompt auf dem Fuße (auf wessen ist dabei unklar): „Kalt!“
Jetzt wird die Stimmung ungnädig: „Im Winter gibt es KALT? Ihr gehört nicht zu mir, wie der Name an der Tür!“
Betroffenes Schweigen.
(Während alle noch ein Schnäpperken zu sich nehmen und das Enkelkind an seiner Cola – ausnahms-weise – nuckelt.)
Nun wird der Opi milde (kann ja nicht sein, dass die alle grenzdebil sind): „Es fängt mit F an und hört mit Rost auf.“
Wir hören es langsam, aber sicher klicken: Ratter, ratter, ratter – und dann kommt endlich die Lösung:
„Frostiges Väterchen!“
Ups! Doch noch nicht ganz, denn das Familienoberhaupt ruft euphorisch in einem modernen:
„Suuupi! Fast! Jetzt nur noch umdrehen!“
Nach einer – der Situation angemessenen –, leicht dramatischen Pause kam schneckenpostwendend die kluge Antwort:
„Väterchen Frostiges!“
Tja, nun können wir uns vorstellen, wie die weiteren Begriffe wie zum Beispiel „schweinekalt“, „Kalt-mamsell“ erklärt wurden: zum Beispiel mit
· „grunzen“,
· einem anderen Wort – sehr verwirrend – für „Fräulein“ oder „Chefkoch“ (französisch),
· „wühlt sich im Dreck“ und
· „eisig“.
Mögliche Antwort: Ein schnarchendes Borstenvieh trifft auf eine ausgekühlte mademoiselle oder wird demnächst von einem chef cuisinier gefühlskalt in die Mangel genommen.
Okay, nun lassen wir mal die Katze aus dem Sack – nennen wir sie Garfield:
„Väterchen Frost“ war der gesuchte Begriff.
Und wir sind beim Thema: Minusgrade.
Wenn wir dabei etwa an Ihren Rasen denken, sollten Sie Folgendes im Winter – vorher und nachher – bedenken:
Da geht es einmal ums Gießen/Sprengen (nein, wie meinen mit letzterem Wort keine Explosion!), da er vor dem Sommerende zwar regelmäßig mit Wasser versorgt werden sollte – aber in der Regel nicht in der kalten Jahreszeit. Es sei denn, das Thermometer steigt bei trockenem Boden – oft begünstigt durch Wind – dauerhaft auf über fünf Grad, dann können Sie Ihrem Rasen mit einer gewissenhaften winterlichen Bewässerung etwas Gutes tun.
Sollten Sie im Übergang zum Frühling dort braune oder helle Stellen entdecken, bedeutet das meist nicht: die Gräser sind erfroren, sondern lediglich vertrocknet. Abhilfe schafft – wenn kein Frost mehr zu erwarten ist – das Entfernen des abgestorbenen Grüns, die Neu-Saat von Rasensamen sowie aus-giebiges Gießen der Fläche.
Unsere weiteren hilfreichen Tipps für Sie:
1. Im Frühjahr und im Herbst können die Tage zwar warm, aber die Nächte bodenfrostig sein. Sehen Sie dann bitte von einer Wasserzufuhr ab, da diese durch das nächtliche Gefrieren die Wurzeln an-greift.
2. Optimale Vorbereitung auf den Winter ist das Vertikutieren des Rasens im Herbst: Dies bedeutet, Sie ritzen die Grasnarbe der Rasenfläche an und entfernen so Mulch und Moos. Das fördert die Belüftung Ihres Grund und Bodens. Im Winter ist diese Maßnahme nicht notwendig.
3. Sie sollten stickstoffbetonten Dünger im Herbst vermeiden und im Herbst vor den ersten Nachtfrös-ten organische, kaliumbetonte Mittel verwenden – bitte achten Sie dabei auf die Wirkdauer.
4. Da sich Ihr Rasen aus verschiedenen Grasarten zusammensetzt:
- langsam wachsende, die einen dichten Unterrasen bilden sowie
- schnell sprießende, höhere Sorten,
ist es empfehlenswert, beim letzten Rasenmähen vor dem Winter – am besten Anfang November –die Bedürfnisse der Untergräser einzubeziehen – und zwar so, dass diese noch eine ausreichende Höhe erreichen und die verschiedenen Grasarten gleichmäßig mit Licht versorgt werden können.
Selbst bei geringem Wachstum im Winter ist weiteres Mähen nicht angebracht.
Bedenken Sie bitte hier die Schnitthöhe in Abhängigkeit von der Art Ihres Rasens:
- Zier-, Sport- und Spielrasen: fünf Zentimeter
- Schattenrasen: neun Zentimeter
5. Gut zu wissen:
Lassen Sie den Rasenschnitt vor Wintereinbruch nicht wahllos auf dem Boden liegen, sondern ver-teilen Sie diesen auf den Beeten beziehungsweise Baumscheiben Ihrer Obstbäume.
Befreien Sie Ihren Rasen vom Laub, ansonsten kann es faulen. Sie können das zusammen geharkte Blattwerk außerhalb Ihres Rasens gut als Winterquartier für Kleintiere und Insekten nutzen und sie damit schützen.
Wenn wir gerade bei „Schutz“ sind:
Sollten Sie sich überfordert oder gar wie eingefroren/gefrustet (gefrostet?) fühlen, was Ihren Immobi-lienverkauf betrifft – das ist mehr als verständlich.
Diese Herkulesaufgabe birgt so manche fiese Stolpersteine und Fallstricke in sich.
Lassen Sie sich doch einfach protegieren, vollumfänglich von Living in Berlin unterstützen. Sich für die Idee erwärmen, dass da jemand ist, der Ihnen professionell alles abnimmt; Sie an die Hand nimmt und zu einem lukrativen, vollkommen entspannten Ergebnis führt.
Wie wäre das?
Probieren Sie es ruhig aus.
Nur ein Anruf genügt. Ganz unverbindlich. Gemeinsam erreichen wir Ihr Ziel.
Versprochen.
Geschrieben von Susi Purol
