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Rauchmelderpflicht

Immer diese Pflichten! Aber wat mutt, dat mutt.

Opa Hans und sein 21-jähriger Enkel Tim sitzen in der Küche – in eine hitzige Diskussion verwickelt. Seit Stunden. Unterdessen hat Opas runzeliges Gesicht eine feuerwehrrote Farbe angenommen, passend zum Thema:

„Ich sag's jetzt ein letztes Mal, Junge“, brummt er gefährlich (was durch seine tiefe Bass-Stimme auch echt gut rüberkommt … wenn man ihn nicht kennt – Tim aber amüsiert sich insgeheim, Opa kann keiner Fliege was zu leide tun, noch nicht mal einer Eintagsfliege und schon gar nicht der, die er sich manchmal um den Hals bindet). „ICH WILL KEINE VERDAMMTEN RAUCHMELDER IN MEINER WOHNUNG!“

So geht das schon die ganze Zeit.

Tim seufzt: „Opa, Du musst aber, das ist Pflicht.“

„Pah! Pflicht! Militär ist eine Pflicht. Die habe ich zur Genüge ausgeübt. Zur Genüge! Und ich kenn' doch dieses technische Gedöns, das funktioniert doch alles gar nicht richtig. Neulich zum Beispiel habe ich alle Fenster geschlossen, ALLE – bei 40 Grad im Schatten! Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad, Küche, Abstellraum, sogar im Keller war ich. Weil dieser dusselige Saturntyp, den ich angerufen habe, als der bescheuerte Computer nicht lief, gesagt hat: 'Schließen Sie alle Fenster.' Und??? Was hat es gebracht? Nix! Null! Minus sechs! Jetzt muss einer herkommen und ich darf mein sauerverdientes Geld dafür hinblättern. Und mit diesen Rauchmeldern ist das bestimmt ganz genauso. Die fangen dann mitten in der Nacht an zu piepen. Und dann, Tim? Und dann??? Muss ich dann wieder alle Fenster schließen? Mit meiner Arthritis ist das ein hartes Brot, was wiederum gar nicht gut für meine Zähne ist. Nee, nee, nee. Noch mehr modernes Zeugs kommt mir nicht ins Haus. Punkt. Das kannste halten wiede lustig bist, obwohl das gar nich lustig ist.“

Jetzt macht er kurz ein Monolog-Päuschen, schweigt eine angenehme Minute lang …

und fängt dann an zu grinsen. Sein letzter Satz war ja wirklich poetisch. Das kann er gut, das muss er sich lassen. Schon in der Schule damals hat sein Deutschlehrer zu ihm gesagt: „Hans, Du hast wirklich ein großes Ta…. .“

Tim unterbricht Opas Stolz-Anfall liebevoll: „Morgen um 10 Uhr kommen die Monteure. Du musst gar nichts machen. Die bauen alles ein und der Vermieter kümmert sich sogar um die Wartung. Ich zeige dir auch, was du machen musst, falls es mal piept. Es ist kinderleicht. Das bekommst du mit deiner 81-jährigen Weisheit locker hin.“

Nun ist Opa Hans geschmeichelt. Was hat er nur für einen klugen Enkel. Das hat er von ihm. Unbedingt. Seine Tochter ist zwar auch … aber nö … und Tims Vater … von dem will Opa Hans gar nicht erst reden. Nein. Das ist definitiv sein eigenes Erbgut. Jawoll!

Aber einen hat Opa noch:

„Tim, Schätzelchen, MEIN Jungelchen … Du bist doch Feuerwehrmann …“

„Ja, Opa … uhund?“

„Wenn ich jetzt wirklich zustimme und diese vermaledeiten Rauchmelder einbauen lasse … dann mache ich dich doch arbeitslos?“

Es herrscht Stille. Sie denken nach, das kann man sehen: an den kleinen Rauchwölkchen um ihre Köpfe (wie gut, dass die Geräte erst morgen kommen, das hätte zu einem Fehlalarm geführt – und einem klitzekleinen Ausraster öperlicherseits).

Mit einem Mal prusten beide los, klatschen sich ab und dann geht Tim ins Internet, um nochmal klar für seinen Opa zu recherchieren:

Fachgerechte Installation

Dafür sind – nach der Landesbauordnung – in allen 16 Bundesländern die Vermieter bzw. Eigentümer zuständig.

Und was ist mit der Wartung?

In Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Thüringen hat sich der Eigentümer, in allen übrigen Bundesländern der Mieter um die Wartung, sprich: die Pflege und Prüfung zu kümmern.

Was genau bedeutet das?

  1. Die Funktionalität der Rauchmelder ist durch das Drücken der Prüftaste kontrollierbar. Ertönt nach einigen Sekunden kein Signalton, kann das Auswechseln der Batterie (sofern möglich, siehe Punkt 2) Abhilfe schaffen. Ansonsten muss das Gerät erneuert werden.
  2. Das Qualitätszeichen „Q“ beschreibt eine fest eingebaute 10-Jahres-Batterie. Bei einer Störungsmeldung muss ein neuer Rauchmelder her. Ohne diese Qualitätszeichen sollte die Batterie nach Herstellerangaben ausgetauscht werden.
  3. Die Raucheintrittsöffnungen müssen frei von z. B. Staub, Insekten oder Abdeckungen sein. Beschädigte oder stark verschmutzte Rauchmelder müssen durch neue ersetzt werden – nach zehn Jahren ist auf jeden Fall ein Austausch fällig.
  4. Die Rauchmelder müssen mindestens 0,5 Meter Abstand zu Wänden, Raumteilern und Einrichtungsgegenständen oder anderen Hindernissen haben.

Für Mieter gilt:

Notieren Sie sich, wann Sie Ihre Rauchmelder geprüft, gewartet und gepflegt haben. Beachten Sie dabei die zeitlichen Vorgaben in der Bedienungsanleitung. Es empfehlen sich aber Intervalle von einem Jahr plus/minus 3 Monate.

Wichtiges für Vermieter, die keine Verantwortung für die Wartung tragen:

Da es in allen Bundesländern Ihre gesetzliche Pflicht ist, dass die Rauchmelder durch die Mieter geprüft werden können und dies auch umgesetzt wird, tragen Sie bitte Sorge dafür, dass alle eine Gebrauchsanweisung erhalten.

Sind in jedem Raum Rauchmelder zu installieren?

Nein, nur in

  • Schlaf-, Kinderzimmern und Fluren (alle Bundesländer),
  • Wohnzimmern (Berlin und Brandenburg),
  • allen Räumen, in denen Personen bestimmungsgemäß schlafen (Baden-Württemberg).

Nicht nur in Wohnungen ist eine Rauchentwicklung sehr unschön. Auch wenn man sich mit einer Situation auseinandersetzen muss, die eher Expertensache ist. Der Austausch einer Festplatte im Computer z. B. kann dazu führen, dass man plötzlich einen Rasierapparat in der Hand hält; sich selbst die Haare zu schneiden, birgt die Gefahr, wie ein Happen doof auszusehen und wer seine Immobilie in Eigenregie verkaufen möchte, dem qualmt vor lauter Juristenkram, aufgrund einer To-Do-Liste in Länge des Nils und unzähligen Stolpersteinen so richtig der Kopf.

Das muss nicht sein. Bevor Sie sich einen Eimer Wasser über den Kopf gießen müssen, kommen Sie lieber zu uns. Wir regeln für Sie den gesamten Prozess mit Feuer und Flamme – Sie verbrennen sich nicht die Finger. Und das Ende vom Lied: Sie stehen mit vollen Händen und einer exzellent verkauften Immobilie da – inklusive erleichtertem Strahlen übers ganze Gesicht. Es sei denn, Sie rufen uns nicht an.

Geschrieben von Susanne Purol

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