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Big Brother is watching you - nun im Faschingskostüm mit Pappnase bei Facebook, Insta & Co

Facebook zum Beispiel liest in meinem Gesicht gar wie in einem Buch. Dazu muss ich sagen, dass ich

  • Texterin bin,
  • gerne mit meiner Familie Tabu spiele. Für alle Nicht-Kenner: Auf einer Karte steht ein zu erratendes Wort, zum Beispiel „Langfinger“, und die Begriffe „Verbrecher, stehlen, Hand, kurz“. Nichts davon darf genannt werden. Auch nicht „Finger“. Und schon gar nicht „lang“. Einer ist der Erklär-Bär, ein anderer bewacht ebendiesen wie ein Schießhund und freut sich diebisch, wenn dabei ein verbotenes Wort fällt. Weil er auf eine nervtötende Quietschequetschepuppe drücken darf. Was er mit hochgradig gespitzten Öhrchen, schadenfrohem Grinsen und wiederholtem Nachdruck auch tut. Währenddessen orakelt der Rest der Bande in aller Seelenruhe und völlig unbeeindruckt weiter, was mit „Es ist ein krimineller Daumen“ gemeint sein könnte,
  • und Schuhe liebe.

So existiert in der Werbung der sozialen Medien mein kleines Stimmungsbarometer:

Die Anzeigen kommen stillschweigend auf kreischenden Sohlen daher - so ähnlich wie ein Löwe auf Schlittschuhen, der brüllend seine Runden auf der Eisbahn zieht.

Also glubschst du dort auch hin, ob du willst oder nicht ... und freust dich jedes Mal, dass die Inhalte nach wie vor zuckerbergerlich besorgt auf den User abgestimmt sind. Bei mir also:

  • der Dudenmentor gegen desaströse Rechtschreibung
  • Tabu La Rasa - die Blitzversion des Gesellschaftsspiels für zerrüttete Verwandtschaftsverhältnisse: in lediglich drei Minuten ist der Familienabend beendet
  • weinrote Stiefel, weil ich mir gerade welche gekauft habe und davon mindestens noch drei weitere Paare dringend benötige.

Das alles liegt ja auf der Hand: Ich bin halt eine völlig unterbelichtete Texterin mit einer katastrophalen buckligen Verwandtschaft und einem ausgewachsenen Schuh-Tick.

Allerdings habe ich keinen blassen Schimmer, woher die Folgendes nehmen:

Zurzeit soll ich Yogi-Tee trinken, herzöffnende Meditationen hören, was gegen meine Schuppenflechte tun, meine Wohnung vermieten und eine Pflegeversicherung abschließen.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Eine Woche später:

Nun

  • bin ich schwanger,
  • suche ein Brautkleid (logisch, wer will schon ein eheloses Baby?),
  • im gleichen wehenerprobten Atemzug auch einen neuen, elitären Partner (in welch verfahrener Situation stecke ich eigentlich?),
  • und wenn alles nix hilft, dann darf es vielleicht ein kostenloser Tipp auf ALLE Bundesligaspiele sein
  • oder ich greife auf die ultimativen Schlankheitskapseln zurück, damit mein Bauch nicht zu groß wird. Was sich prima mit der Schwangerschaft vereinbaren lässt.

Die Suche nach dem wahren Ich wird einem hier unbestritten leicht gemacht.

Deshalb habe ich mich auch aus dem Ganzen rausgezogen, war nicht mehr aktiv, nur stille Beobachterin.

Hat aber auch nix genützt, denn:

Verweile ich bei bestimmten Beiträgen, werden mir davon zuhauf gezeigt:

  • Möbel aufpimpen (da wurde ich bei dem ersten, den ich entdeckt habe, sogar als TOP-Fan gekürt! Das ist mir ja sowas von wichtig!): hochinteressant, aber wie bei dem Rest klicke ich bei den mich nun bombardierenden Videos (ach nein, das heißt ja „Reels“) rasch weg. So viele Einrichtungsgegenstände, die ein neues Gewand brauchen, habe ich ja gar nicht.
  • Naturfotografie: Dreimal begeistert dem jungen Schotten mein Däumchen hochgestreckt. Der weitete aber seine Erklärungen so sehr aus (Tageszeit, Objektiv, Fotografierposition im Sitzen, Stehen, Liegen, Fliegen …), dass ich nur noch gelangweilt weggeklickt habe. Darauf folgten dennoch weitere Profis, zum Beispiel mit Spatzenfotos, die ich selbst hätte schießen können - also die Fotos, natürlich nicht die Spatzen.
  • Ungefähr 21 bis 33 verschieden junge Männer brüllen in die Kamera:
  • Leute! Auf Amazon gibt es jetzt die ultimativen Rabatte, ich weiß gar nicht, wieso das keiner weiß! Leute! Auf Amazon gibt es jetzt die ultimativen Rabatte, ich weiß gar nicht, wieso das keiner weiß! Leute! Auf Amazon gibt es jetzt die ultimativen Rabatte, ich weiß gar nicht, wieso das keiner weiß! Ich habe dann eine mir selbst auferlegte Challenge begonnen: „Wer wird am schnellsten Weiterscrollen“ und bin jetzt bei Leute! Auf Ama… Mein Ziel ist L…..
  • Ganz wunderbar sind auch diese Beiträge, in denen oben steht „Watch until the end!“ Das habe ich auch brav ein paar Mal gemacht, um zum Beispiel eine Frau zu sehen, die auf einer stinknormalen Straße läuft, als plötzlich ein roter Pfeil hektisch auf einen undefinierbar verschwommenen grauen Punkt hinter ihr zeigt. Ich bin automatisch mit der Nase an das Display gerutscht, während ich hektisch nach meiner Lesebrille tastete, die irgendwo neben mir lag, zack ist das Spektakel zu Ende und es bleibt die Frage aller Fragen übrig: „Hääääh?“
  • Dazu kommen unglaublich viele hilfreiche Tricks, zum Beispiel sollten wir in einem Hotel unbedingt das hier tun: einen Klebestreifen unterhalb der Zimmertürklinke anbringen. Und auf jeden Fall in Rot. Dann nämlich geschieht Folgendes: nix. Grandios, oder?
  • Aber das ist noch lange nicht alles. Es gibt noch viel mehr lebenserleichternde Ratschläge:
  • Zum Beispiel die Füße mit Eierschalen belegen, das dann irgendwie in Socken unterzubringen und über Nacht einwirken lassen. Tadaaa! Am nächsten Morgen ist alles … wie immer, nur ein bisschen aufgekratzt halt. Soll ja die Stimmung heben.
  • Oder - und das ist wirklich bahnbrechend: die leere Rolle vom Klopapier bloooß nicht wegwerfen. Nein! Sondern mit Wasser befeuchten und wahlweise in die Mikrowelle oder den Ofen stellen und erhitzen. Nach zwölfeinhalb Minuten ist da wieder Papier drum. Komplett. Quasi wie neu. Das hätten wir gerne schon zu Corona-Zeiten gewusst.

Ich habe mir überlegt, probeweise auch mal so einen Beitrag zu gestalten und auch schon eine Idee:

Zunächst einmal schaue ich frustriert wie ein Dackel (mit entsprechendem Blick), der neidisch auf die langen Beine der Windhunde ist. Dann habe ich einen Geistesblitz und damit das auch jeder versteht, flackert eine kleine Glühbirne über meinem traurig hängenden Kopf. Die Erleuchtung macht sich nun in meinem Gesicht bemerkbar, ich zaubere selig lächelnd diverse Wattestäbchen aus dem Hut neben mir hervor und stecke mir genüsslich nach und nach welche in meine Nasenlöcher, meine Ohren, meinen Mund, klemme ein paar zwischen meine Finger und Zehen. Dann sitze ich einige Minuten einfach nur still da (wait until the end!), springe schließlich begeistert im Zimmer hin und her, pirsche mich dann ganz nah an die Kamera, grinse glücklich wie der Dackel nach einer Schönheits-OP, nicke eifrig, strecke beide Daumen enthusiastisch nach oben uuuuund: Cut! Das geht mit Sicherheit viral und findet bestimmt auch so manche Nachahmer.

Aber es gibt tatsächlich doch eine Menge Tipps, die uns den Alltag versüßen (ohne dick zu machen):

Hier ein paar erprobte Beispiele für Sie:

  • Der clever genutzte Wäscheständer
  • Wer einen mit ausklappbaren Flügeln hat, kann Spannbettlaken mit einer der kurzen Seiten auf dem rechten aufhängen, unter dem Wäscheständer durchziehen und mit der anderen auf dem linken befestigen.
  • T-Shirts und Pullis hängen die meisten auf den schmalen Metallstreben auf. Sie können aber weitaus mehr unterbringen, wenn Sie diese Wäschestücke quer dazu an den dickeren Streben der Flügeln festklammern.
  • Geschirr- und kleinere Handtücher sowie Putzlappen werden platzsparend an einem der Zipfel fixiert.
  • Falten Sie Hosen, indem Sie die Hosenbeine übereinanderlegen, hängen Sie diese über eine Strebe und legen das andere Bein über die nächste - ein kleines Raumsparwunder bei schnellerer Trocknungszeit.

Einfacher Tafelessig als Weichspüler

Keine Angst, das riecht am Ende gar nicht säuerlich, sondern neutral frisch, schont die Umwelt, die Haut und den Geldbeutel.

Den Milben Adieu sagen

Diese nisten sich gerne in Vorhängen, Matratzen, Bettwäsche und Handtüchern ein. Mischen Sie je 200 Milliliter hochprozentigen Alkohol und Wasser, geben Sie 50 Tropfen Teebaumöl dazu und alles in die Trommel Ihrer Waschmaschine auf die Wäsche. Funktioniert hervorragend und riecht komischerweise auch nicht nach dem Trocknen.

Natron, das kleine Multitalent

  • Sie haben sich verbrannt? Dann vermischen Sie das Pulver mit Wasser zu einer Paste und tragen es auf die entsprechende Stelle auf. Das beruhigt die Haut sofort, der Schmerz verschwindet und es gibt keine Blasen. Achtung: Das gilt nur für wirklich kleine Verbrennungen.
  • Auch angebrannte Töpfe und Pfannen aus Metall lassen sich mit Wasser und Natron nach einer Einwirkzeit von rund 30 Minuten problemlos wieder auf Hochglanz bringen. Bei hartnäckigen Verkrustungen wiederholen Sie das Procedere einfach und benutzen einen Edelstahl-Pad.
  • Der Reínigungsturbo für die Toilette: Schütten Sie Natron in die Kloschüssel und geben Sie Essig dazu. Aber bitte langsam, denn das sprudelt gewaltig und kann schnell überlaufen. Lassen Sie das Gemisch am besten über Nacht seinen Effekt entfalten und nach dem Spülen werden Sie staunen.
  • Auch schwärzlichen Fliesenfugen macht die Paste den Garaus: einfach mit einer alten Zahnbürste einreiben, einwirken lassen, dann abrubbeln und mit Wasser nachspülen.

Basilikum züchten

    Ein im Supermarkt gekaufter Topf hält nicht besonders lange. Nehmen Sie das Gewürzkraut heraus und teilen Sie es in mehrere Ableger, die Sie dann separat einpflanzen. Dort haben sie mehr Platz, sich zu entfalten und bei guter Pflege entstehen wahre Pracht-Büschel. Gut zu wissen: Das Abzupfen schwächt das Gewächs; besser ist es, die Triebe mit einer scharfen, sauberen Schere zu kappen.

Bett beziehen leicht gemacht

  • Kennen Sie das auch? Das Spannbettlaken wird grundsätzlich mindestens einmal verkehrt angesetzt. Jetzt kommt's: Die Ecke, in der sich das Wäscheschild befindet, ist die linke obere der Matratze (wenn Sie am Fußende des Bettes stehen).
  • Auch das ewige Wedeln der Bettdecke, damit der Bezug richtig sitzt, fällt nun weg: Drehen Sie denn Bettbezug auf Links und breiten sie ihn glatt auf dem Bett aus. Darüber legen Sie nun plan die Decke. Rollen Sie anschließend an der offenen Seite des Bezugs beides bis zum Ende auf. Dann stülpen Sie an beiden Seiten den Bezug über die Rolle, so dass Sie die richtige Seite sehen können. Jetzt packen Sie das Bündel an beiden Seiten und schütteln es kräftig aus. Passt garantiert perfekt, sehen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=3QOv1D5CaJ4.
  • Der Hoteltrick: Das Bettzeug sieht verknautscht aus? Geben Sie einen Weichspüler-Mix (hier muss es echter sein) in eine Sprühflasche, nebeln Sie alles gut ein und streichen Sie den Stoff dann mit den Händen glatt.

Fein-Sieb pfiffig säubern

Der Wasserstrahl hat nicht genug Deckkraft, also rödeln wir das Sieb hin und her. Wenn Sie aber einen Esslöffel mit der Wölbung nach oben drüber halten, streut das Wasser und im Nu ist es porentief rein.

Den Gürtel richtig schnallen

Oft rutscht der nämlich so, dass der Hosenknopf zu sehen ist und passt damit nicht wirklich. Wenn Sie jedoch die Metallzunge erst durch das Knopfloch stecken, dann den Knopf und schließlich den Gürtel schließen, sitzt er perfekt.

Hochglanzpolitur für Armaturen

Zweckentfremden Sie einfach Klarspüler und schon sind sie blitzeblank.

Fazit: Flop oder Top? Das ist hier die Frage.

Und nicht nur hier. Wir können Ihnen aber guten Gewissens versichern, Living in Berlin gehört zur Top-Kategorie, das beweist schon allein die Tatsache, dass wir ein zertifiziertes Maklerunternehmen sind. Dazu spricht unser Erfolg für sich, wie Sie hier lesen können: https://www.livinginberlin.de/unternehmen/kundenbewertungen.

Wenn Sie also garantiert lukrativ und mühelos Ihre Immobilie verkaufen oder vermieten möchten, wenden Sie sich einfach vertrauensvoll an uns. Den Rest erledigen wir Gewusst-wie.

Nur ein Anruf genügt.

Geschrieben von Susi Purol