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5 von 4 Leuten haben Probleme mit Mathematik

Allegra bezeichnet sich selbst als DIE Mathe-Füchsin schlechthin (deshalb wird sie von den meisten Menschen in ihrem Umfeld auch „Angebra“ genannt).

Wird sie diesbezüglich etwas gefragt, zum Beispiel, wie viel denn 1.001 x 4.711 sei, antwortet sie – sofern sie gerade eine ausgetüftelte Diät hinter sich hat – aus dem hohlen Bauch heraus: „Ganz klar Pi!“ Wenn sie dann wie stets nur lauter Fragezeichen auf der Stirn ihres Gegenübers sieht, wischt sie diese erst mal sorgfältig weg, um dann etwas Superschlaues nachzusetzen. In diesem Fall: „Die Archimedes- beziehungsweise Kreis-Konstante oder auch ludolfsche Zahl.“

Fast immer kommen dann Gegenfragen, die ihr mächtig auf den Senkel gehen, selbst wenn sie Badelatschen trägt. Hier folgte also ein „Hääää? Das ist doch 3,14 – also deutlich zu wenig?!“ in formvollendetem Deutsch. Selbst dann ist sie noch immer nicht auf den Mund gefallen (darauf achtet sie sehr, das gäbe so unschöne Dellen) und ergänzt so etwas wie: „Genaugenommen 3,141592653589793238. Selbstverständlich mal Daumen. Dann habt ihr das korrekte Ergebnis.“

Und da gibt es ja noch diese stinknormalen – Marke: Iltis – Fragen, mit denen ihr die Leute auf die Pelle rücken (Mann, ich bin doch keine Wurst!):

„Angeb… äh, Allegra: Was ist eigentlich eine Tangente?“

Da kann sie nur noch mit einer wegwerfenden Handbewegung – gerne in der Nähe eines Mülleimers – zurückgeben: „Bin ich denn nur von Armleuchtern umgeben? Das sagt doch schon das Wort. Du weißt, was 'Tang' ist, ja? Und der Begriff 'Ente' ist die sicherlich auch bekannt, richtig? Siiiiehst du, jetzt setzt du das gaaanz eiiinfach mal zusammen und schoooon hast du deine Antwort.“ (Ihr Neffe fragte sie später, ob es auch Beinleuchter gebe, doch das ist eine andere Geschichte.)

Aber einmal, einmal kam sie doch ins Straucheln und verlor ein bisschen den Faden, den sie heute noch sucht. Ein paar Leute wollten von ihr wissen, ob sie den Satz des Pythagoras erklären könne. „Nun ja, mit Schlangen kenne ich mich ja nicht so richtig aus; aber klar ist, dass 'Pytha' eine weibliche Python ist. 'Ras' ist die arabische Bezeichnung für einen Berggipfel und 'go' bedeutet 'gehen' auf Englisch. Es scheint sich also um eine Reptilien-Lady ohne Beine zu handeln, die sich trotzdem auf eine Klettertour begeben will.“

Das ließ man allerdings nicht gelten.

„Hmmmm, stimmt so nicht ganz. Sollen wir dir mal ein bisschen auf die Sprünge helfen?“ Allegra wollte sich keine Blöße geben (die letzte Hohl-Bauch-Diät lag auch schon etwas zurück), nickte ergeben, nahm schon mal die Position eines Kängurus ein, band sich auf die Schnelle einen Turnbeutel um den Bauch und begann zu hopsen.

„a2 + b2 = c2???“

„Ach soooo!!!“, rief Allegra erleichtert, was durch den vom Herzen plumpsenden Stein und den im Nu abgebundenen und weggefeuerten Turnbeutel noch unterstützt wurde. „Das ist simpel!!!“ Mit diesen Worten hüpfte sie in die Küche; merkte dort, dass sie nicht mehr Känguru spielen musste und kam mit vier Äpfeln, vier Bananen und vier Clementinen zurück. Sie gruppierte jede Obstsorte zu einem ordentlichen Quadrat A, B und C auf dem Tisch und rief triumphierend: „DAS ist der Satz des Pythagoras!!!“

Die Gruppe konterte stehenden Fußes (wem der nun genau gehörte, konnte nicht geklärt werden) und deutlich verschnupft: „NUN MACH ABER MAL 'NEN PUNKT, ALLEGRA!!!“

Diese stutzte kurz, reichte dann jedem ein Taschentuch und schrieb auf einen Zettel:

„DAS ist der Satz des Pythagoras.“

Wir sehen, Allegra ist wirklich eine Koryphäe auf ihrem Gebiet, die auch folgendes Problem mühelos (hüstel) bewältigen wird:

Wie berechnet man die Wohnfläche einer Immobilie?

Allegra würde sicherlich mit spöttischem Lächeln abwinken: „Miss doch einfach die Fläche des Grundrisses, du Neunmal-Unkluger!“

Tja, weit gefehlt, liebe Allegra. Zwar lässt sich der Grundriss tatsächlich mit einem Zollstock ermitteln, aber die Wohnfläche muss berechnet werden – und das nach ganz bestimmten Vorgaben. Zudem ist dieses Maß nicht nur für Sie als Vermieter und Verkäufer von Bedeutung, sondern als wichtiges Auswahlkriterium auch für Ihre Mieter und Käufer.

(Nun ist Allegra mucksmäuschenstill und wir nutzen diesen selten Moment dazu, Ihnen alles genau zu erklären.)

Trotzdem gibt es – außer der Wohnflächenverordnung im öffentlich geförderten Wohnungsbau – nicht wirklich eine allgemeingültige Verfahrensweise. Stattdessen greifen diese drei weiteren, ebenfalls im Mietvertrag frei wählbaren Ansätze nach

  • 1) DIN 277
  • 2) DIN 283
  • 3) zweiter Berechnungsverordnung (II. BV)

Die Wohnflächenverordnung wird mittlerweile am häufigsten zugrunde gelegt und ist auch – sofern keine andere vertragliche Vereinbarung besteht –, vor Gericht gültig. Allerdings fällt das Ergebnis hier geringer aus als das der Kalkulation nach DIN 277, aus Ihrer Vermietersicht ist das natürlich ein Nachteil.

2) und 3) wiederum kommen als veraltete Methoden nur noch in Einzelfällen vor – so zum Beispiel bei seit mehreren Jahrzehnten baulich nicht veränderten Immobilien.

Was gilt als berücksichtigter Wohnraum in der Wohnflächenverordnung?

Zu 100 Prozent:

  • Wohn-, Schlaf-, Kinder- und Esszimmer
  • Bäder und weitere Toilettenräume
  • Küchen
  • Flure, Speise- und Abstellkammern innerhalb der Wohnung
  • beheizte Wintergärten

Zu 25 bis 50 Prozent:

  • „normale“ Balkone, Terrassen und Dachgärten (25 Prozent)
  • qualitativ hochwertige, etwa sehr geräumige Balkone, Terrassen und Dachgärten sowie Schwimmbäder und nicht beheizte Wintergärten (50 Prozent)

Nicht inbegriffen sind

  • - Keller,
  • - Heizungsräume,
  • - Waschküchen,
  • - Dachböden,
  • - Garagen,
  • - Treppen mit mindestens drei Stufen,
  • - Tür- und Fensternischen mit maximaler Tiefe von 14 Zentimetern beziehungsweise solche, die nicht bis zum Fußboden reichen.

Maßgeblich dabei ist eine Raumhöhe von mindestens zwei Metern.

Bei weniger als einem Meter werden die Flächen nicht angerechnet. Räume in Dachgeschosswohnungen oder in spezieller Bauweise, die zwischen einem und zwei Metern liegen, werden zur Hälfte erfasst.

Beim für Sie als Vermieter günstigerem Verfahren nach DIN 277 spielt die Raumhöhe keine Rolle.

Auch können Sie die Grundfläche der jeweiligen Räume komplett einbeziehen – jedoch mit der Unterscheidung zwischen

  • nicht dazu zählenden Verkehrsflächen wie Flure und Treppenhäuser, anrechenbarer Nutzfläche (Wohnfläche) wie
  • normale Treppen innerhalb der Wohnung unabhängig von ihrer Länge,
  • Balkone, Terrassen und Dachgärten (100 Prozent),
  • beheizte oder unbeheizte Wintergärten und Schwimmbäder (100 Prozent),
  • Vorratskammern,
  • Hauswirtschaftsräume, Abstellkammern und Keller – diese gehören je nach Nutzung beziehungsweise Vertrag den Wohn- beziehungsweise den Funktionsflächen an.

Was passiert bei für den Mieter ungünstiger Abweichung der Wohnfläche?

Vorausgesetzt, die Differenz zwischen berechneter und tatsächlicher Wohnfläche beträgt nicht mehr als zehn Prozent, muss Ihr Mieter dies hinnehmen.

Als Vermieter hingegen können Sie bei einer Abweichung zu Ihren Ungunsten eine Mieterhöhung verlangen – auch hinsichtlich der Nebenkosten, sollten diese anhand der Wohnfläche veranlagt werden –sogar auch unterhalb der 10-Prozent-Grenze. Dann könnten auch Ihre Mieter Rückzahlungen fordern.

Fazit

Mit der akkuraten Bestimmung der Wohnfläche und deren präziser Angabe im Mietvertrag können Sie Differenzen sowie juristischen Auseinandersetzungen vorbeugen – und damit auch erhebliche, nervenaufreibende Konsequenzen im Vorfeld vermeiden.

Dies gilt auch in all den anderen heiklen Belangen, die Verkauf und Vermietung nun mal leider so mit sich bringen. Viele vermeintlich kleine Fehlentscheidungen können einen nicht unerheblichen Rattenschwanz an zermürbenden Disputen, Folgen und finanziellen Einbußen nach sich ziehen.

Das muss gar nicht erst sein.

Wir von Living in Berlin haben erfahrene Makler-Adleraugen, Immobilien-Ohren wie ein Luchs, den siebten Sinn für lukrative Geschäfte und ein absolutes Händchen für reibungslose Abläufe – egal, ob Verkauf oder Vermietung. Bei uns finden Sie sicheren Halt in dem unverbrüchlichen Vertrauen, dass alles seinen nicht makler-losen, aber makellosen Verlauf nimmt.

Probieren Sie es doch einfach mal.

Nur ein Anruf genügt.